Buchbesprechung von Margot Pauly, Weiden

Aernecke, Susanne, Tochter des Drachenbaums

 

1492 – auf der Kanareninsel La Palma leben die Ureinwohner, die Guanchen. Iriomé, die junge Hohepriesterin, ist Hüterin des Geheimnisses um Amakuma, ein Pilz, der alle Krankheiten heilen kann. Von ihm soll die Welt erst erfahren, wenn sie frei von Gier nach Macht und Reichtum ist. Nach der Eroberung durch die Spanier, und verraten von der Liebe ihres Lebens, muss Iriomé fliehen, nicht wissend, dass sie von der Inquisition bereits verfolgt wird.
2014 – Laborärztin bei einem großen Pharmaunternehmen in Augsburg, forscht über pflanzliche Medikamente. Nach einem Kletterunfall wird sie von eigenartigen Visionen heimgesucht.
Zwischen ihr und Iriomé scheint es eine mystische Verbindung zu geben. Zusammen mit ihrer schwer an Krebs erkrankten Freundin, einer Neurologin, reist sie nach Spanien um nach Spuren von Iriomé zu suchen. Als sie dabei Amakuma entdeckt, nimmt sie ihn mit in ihr Labor um ihn zu analysieren. Als sie ihn der Menschheit als Heilmittel zur Verfügung stellen will, ist längst die Pharmaindustrie, die Konquistadoren von heute, hinter ihr her. Zusammen mit Nic, einem der Bosse, nimmt sie den ungleichen Kampf auf.
Der Roman ist keine literarische Höchstleistung. Er ist Thriller und Liebesschnulze in einem. Das Thema jedoch ist brisant und hochinteressant. Sollte es tatsächlich einmal ein Allheilmittel geben wird es unweigerlich zu einem Kampf zwischen denen kommen, die kein Geschäft mit der Gesundheit der Menschen machen können, und denen, die für viel Geld die Reichen behandeln wollen. Eine echt gruslige Vorstellung.

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