Buchbesprechung von Alexandra Stangl, Weiden

Sue Klebold, Liebe ist nicht genug

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Dieses Buch ist absolut ergreifend. Sue Klebold schreibt über ihre Gedanken, Gefühle und ihre Gemütszustände, mit denen sie vom Tag des Amoklaufs zu kämpfen hatte und die sie teilweise bis heute begleiten. In den meisten Fällen erfährt man als Außenstehender nur die Informationen aus den Medien – Sue Klebold gibt in diesem Buch den Amoklauf von Columbine, die Tat ihres Sohnes, die Folgen davon und die Frage nach dem “Warum“ aus ihrer Perspektive wieder.
Die Frau hat an einem Tag nicht nur ihren eigenen Sohn durch Selbsttötung verloren, sondern musste fortan mit der Gewissheit leben, dass er und sein Freund zuvor 13 unschuldige Menschenleben genommen haben. Sue Klebold beschreibt sehr detailliert, wie ihr dieser Tag den Boden unter den Füßen wegzog und sie sich Jahr für Jahr versucht, in ein “normales“ Leben zurückzukämpfen.
Ein sehr bewegendes Buch!

Der Verlag schreibt dazu:
„Am 20. April 1999 betraten Dylan Klebold und Eric Harris ausgerüstet mit Gewehren und Sprengstoff die Columbine Highschool. Dort töteten sie zwölf Schüler und einen Lehrer, verletzten vierundzwanzig weitere Menschen und nahmen sich dann selbst das Leben. Es war der schlimmste Schul-Amoklauf der Geschichte. Dylan Klebold war mein Sohn.“

16 Jahre nach dem Amoklauf ihres Sohnes Dylan erzählt Sue Klebold von ihrem Ringen mit der Frage, ob sie die Tat hätte verhindern können, wenn sie nur aufmerksamer, liebevoller gewesen wäre. Sue Klebold ist durch die Hölle gegangen, aber an der Tat ihres Sohnes nicht zerbrochen. Sie hat einen Weg gefunden weiterzuleben und hofft, anderen Eltern zu helfen, das zu verhindern, was sie selbst nicht aufhalten konnte.
Von einem ist sie fest überzeugt: Elterliche Liebe allein reicht nicht aus, um Kinder und Jugendliche vor den Folgen unerkannter psychischer Erkrankungen zu schützen.
Ein starkes Memoir einer Mutter, der das Unvorstellbare passiert ist.

Sue Klebold spendet alle Einnahmen an Forschung und Hilfsorganisationen für Opfer und Angehörige psychisch Kranker.

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