Lesung mit Mo Asumang: Mo und die Arier

Die vorbereiteten Sitzgelegenheiten für die Lesung mit Mo Asumang in der Buchhandlung Stangl & Taubald reichten nicht aus und so musste mit vielen weiteren Stühlen nachgebessert werden.
Weit über 100 Interessierte zeigten Flagge gegen Rassismus und besuchten die Lesung.
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Mo Asumang begeisterte

Die Referentin des Abends wusste von Anfang an mit ihrer lockeren aber hochprofessionellen Art die ZuhörerInnen zu begeistern. Kaum jemand wagte zu glauben, dass man dem ernsten Thema auch heitere Seiten abgewinnen kann.

Kühlen Kopf und warmherzigen Humor bewahrt

Bei den Passagen, die Mo Asumang aus ihrem Buch „Mo und die Arier – Alleine unter Rassisten und Neonazis“ vorlas, konnte man die berühmte Stecknadel fallen hören. Um den BesucherInnen Gelegenheit für Fragen zu geben, unterbrach die Autorin immer wieder und stellte sich der Diskussion.
Bemerkenswert war  der durchblitzende Humor, den Mo Asumang auch in den brenzligsten Situationen ihrer Recherchen bewahrte.

Wer sind eigentlich die „Arier“?

Mit Kopfschütteln quittierte das Publikum die Tatsache, dass die so genannten Bewahrer der deutschen Nation nicht einmal korrekt die Herkunft des Begriffes „Arier“ ableiten können. Bis zurück in das 3. Reich geht die Falschdeutung der  „arischen Rasse“, die nichts mit deutsch, nordisch oder auch germanisch zu tun hat.

Film und Buch

Mo Asumang verwies auf ihren Dokumentarfilm als Informationesquelle zum Thema. Wesentlich intensiver und auch ausführlicher sei jedoch das Buch. Darin finden sich zahlreiche Informationen und auch Gedanken, die sich mit filmischen Mitteln nicht darstellen lassen.
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Zahlreiche ZuhörerInnen nützdem die Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch mit der Autorin und liesen sich das Buch signieren.

Lesung-Stangl-und-Taubald-Mo-Asumang portofrei bestellen (14.99 EUR incl. MwSt.)
Aus dem Inhalt:
Wie fühlt sich Fremdenhass auf der eigenen Haut an?
Die afrodeutsche TV-Moderatorin Mo Asumang wagt ein spektakuläres und einzigartiges journalistisches Experiment. Mutig und entschlossen sucht sie die offene Konfrontation mit rechten Hasspredigern – unter 3000 Neonazis auf dem Alex, bei einem rechten Star-Anwalt, unter braunen Esoterikern, auf einer Neonazi-Dating-Plattform, ja sogar bei Anhängern des Ku-Klux-Klan in den USA. Sie begegnet Menschen, die sie hassen – und entlarvt sie dadurch.
„Manche würden, was ich erfahren habe, Rassismus nennen, manche sagen Fremdenfeindlichkeit, und das wird es immer geben, viele erkennen es wieder als eine Form des Mobbing. Doch egal, wie man dazu sagt, es wird verübt von Menschen, die einen aus den unterschiedlichsten Beweggründen heraus klein machen, die einem das Selbstbewusstsein rauben wollen oder sogar das Leben. Aber es gibt Gegenmittel. Die Beobachtungen, die der Leser in meinem Buch machen kann, sollen zeigen, wie man langsam lernt, die Kampfstrategien der Rassisten umzudrehen, ohne jedoch selbst diesem Hass zu verfallen.“
Ein bestürzender Blick in die rechte Szene und ein Mut machendes und mitreißendes Beispiel, die eigene Angst zu überwinden und sich zur Wehr zu setzen.

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