Buchbesprechung von Martin Stangl, Weiden

Jürgen Huber, Hiobertus

Cover-neu

Lesung mit Jürgen Huber im Internationalen Keramikmuseum in Weiden.
Sprachgewaltig und witzig, so präsentierte der gebürtigen Altenstädter sein Debüt-Werk.

Zum Inhalt:
Stefan Hiobertus, Mitte Vierzig, Journalist, reist im Frühling nach Berlin, um die Tochter einer RAF-Angehörigen zu interviewen. Mit dem Zug durchfährt er die ehedem antagonistischen politischen Systeme und kehrt schließlich nach langen Gesprächen in Cafés und einer Fahrradniederlegung für Rudi Dutschke aus Berlin in seine bayrische Kleinstadt zurück.

Und findet sich hier unvermittelt von seiner Frau verlassen wieder.

Hiobertus flieht überstürzt nach Kroatien,
in das Hotel Nova Perspektiva. Hier, inmitten verblichenen Glanzes, am Meeressaum mit unendlich wirkenden Kieselstränden, trifft er auf den alten russischstämmigen Dichter und Intellektuellen Maxim, der zunehmend Nabokovsche Züge annimmt.

Zu ihnen stößt ein Mann, der sich Anzeiger nennt, ein extrovertierter Performer im Sinne eines D’Annunzios. Und schließlich taucht – in wechselnden Szenerien zwischen altmodischem, rotplüschigem Hotel und einem neuerbauten klarweißen Haus – eine mysteriöse Frau ungewissen Namens und ebensolcher Herkunft auf, die bald Hiobertus Gedanken und Träume beherrscht.

Wie löst sich diese fantastisch anmutende Welt der Rätsel wieder auf?
Was bleibt Hiobertus am Ende noch?
Nichts weiter als ein absurdes Gedichtchen?

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